VWA Braunschweig - damals und heute


Die Verwaltungsakademie Braunschweig wurde bereits im Jahre 1923 gegründet, nach der Zeit des Nationalsozialismus am 21. Mai 1948 wieder belebt und noch im gleichen Jahr zur Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (VWA Braunschweig) erweitert.

Zu Anfang war es das Ziel, speziell Beamte mit Fachausbildung durch hochschulmäßige Lehre zu vielseitiger, erweiterter Tätigkeit und selbstständiger Amtsführung zu bewegen bzw. Beamten mit Hochschulausbildung Gelegenheit zur Vertiefung ihrer fachwissenschaftlichen Kenntnisse zu bieten. Doch schnell sollten aufgrund einer entstehenden engeren Verzahnung zwischen Verwaltung und Wirtschaft vor und nach dem Krieg auch „Männer aus der Praxis“ stärker hinzugezogen werden, um „ein gegenseitiges Verstehen, ein gegenseitiges Achten“ und eine für „die Zukunft  unseres Vaterlandes erforderliche Zusammenarbeit“ geschaffen werden (Auszug aus Walter Prophete (1998): Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Braunschweig 1923 – 1998)

Seit damals haben mehrere tausend Hörerinnen und Hörer, heute Studentinnen und Studenten, aus Wirtschaft und Verwaltung an der VWA Braunschweig erfolgreich ihr Studium absolviert.

Mit ca. 160 Studentinnen und Studenten gehört die VWA Braunschweig zum „Mittelfeld“ der deutschlandweiten VWA-Landschaft.

„Für uns ist es sehr wichtig, unsere Flexibilität zu erhalten“, betont Prof. Dr. Marc Gürtler, Mitglied der Studienleitung. „Wenn ein Unternehmen bei seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Weiterbildungsbedarf sieht und sich diesbezüglich an uns wendet, können wir darauf flexibel reagieren und im Hauptstudium in Form von Vertiefungsrichtungen oder in Seminarangeboten darauf eingehen.“

Seit Januar 2015 kann nach dem Betriebswirt/in (VWA)-Abschlusss vor dem Hintergrund einer Kooperation mit der VWA Hellweg Sauerland der akademische Grad des "Bachelor of Arts BWL (F.H.)" erlangt werden. 

"Zudem sind wir weiterhin dabei, die Bedürfnisse der Region Braunschweig und ihres Arbeitsmarktes zu erforschen und unser Lehrangebot flexibel darauf abzustimmen“, so Prof. Dr. Hagebölling, Mitglied der Studienleitung.

Um sich vor allem zukunftsorientiert aufzustellen, entwirft die VWA Braunschweig auch Konzepte für mehr Seminarangebote hinsichtlich des demografischen Wandels. Es soll ein breiteres Programm für die Zielgruppe „40+“ geben, sogenannte „Refresher-Kurse“, um der Nachfrage nach „kurzen“ Weiterbildungsmöglichkeiten entgegenzukommen und wertvollen, langjährigen Mitarbeiter/innen die zweite Chance zu bieten ihr bereits vorhandenes Potential auszubauen und sich weitere Kompetenzen zu erarbeiten.

Prof. Dr. Gürtler von der Studienleitung: „Niemand kann sich hier etwas vormachen. Der personal- und betriebswirtschaftliche Druck und der Zwang, sich für die Zukunft strategisch zu positionieren,  wird auf alle Arbeitgeber zukommen und damit die Frage aufwerfen, ob die eigenen, internen Organisationsstrukturen und die Personalführung auf diese Herausforderung vorbereitet sind.“